Surf-Roadtrip an der Atlantikküste
Uuuuuurlaub! Frankreich wir kommen…
…endlich war der Tag gekommen. Der letzte Arbeitstag vorm Urlaub war geschafft und wir konnten den Van zu Ende packen und gegen Abend los düsen Richtung Frankreich.
Nun ist der Urlaub allerdings schon wieder zwei Wochen her… wir wollen euch auf unseren Trip durch Frankreich und Spanien entlang der Atlantikküste mitnehmen. Vor allem wollen wir unsere Vorbereitungen, unsere Stellplätze, einigen pro und contra Punkten dazu und die super Surfsports mit euch teilen.
Unsere Vorbereitungen:
1 Monat vorher:
- Maut-Dings bestellen um schneller durch die Maut-Stationen fahren zu können
- Umweltplakete bestellen
1 Woche vorher:
- Van komplett ausräumen und sauber machen (Wassertank reinigen und desinfizieren, sowie das geliebten Porta Pott)
- Alles wichtige (u.a. Klamotten, Schuhe, Hygieneartikel, Handtücher, Bettsachen, Müllbeutel) in die Schränke einräumen
- Tierarzt-Kontrollbesuch um die Bescheinigung des Tierarztes im Heimtierausweis zubekommen, dass der Hund für die Reise bereit und vor allem gesund ist.
Einen Tag vorher:
- Lebensmittel und Getränke einkaufen und in den Van sortieren
- Surf-Boards aufs Dach geschnallt
- Hunde-Utensilien (EU-Heimtierausweis, Stammbaum, Futter, Decke, Kotbeutel, Leine, Maulkorb etc.)
Tag der Abreise
- Letzte Checks am Van
- Tanken
- Geld und Ausweis einpacken
- Proviant für unterwegs
Am 02.10. sind wir dann gegen Abend losgefahren. Wir hatten uns vorgenommen bis nachts durchzufahren, insgesamt haben wir ca. 6 Std. geschafft.
Die Nacht haben wir dann schon in Frankreich auf einem Stellplatz verbracht, bei dem wir erst am nächsten Tag gesehen haben, wie schön es dort ist. Wir standen direkt an einem See und ganz alleine.
Stellplatz 1
3 Rue du Plan d’Eau
10160 Paisy-Cosdon
Zurückgelegte Kilometer ab zu Hause: 580 km
Danach ging unsere Route weiter Richtung Atlantikküste uns nächstes Ziel war die riesen Düne „Dune du Pilat“ in Archachon. Die Düne haben wir uns für einen nachmittags Ausflug vorgenommen.
Einfach überwältigend… Diese gigantische Düne muss man gesehen haben. Was war das anstrengend die Düne hochzulaufen!? 😀 Aber auch ein Riesen Spaß. Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das Meer.
Nach der sportlichen bergsteige Aktivität haben wir uns einen kurzen Snack (Rilinds geliebte Thunfischcreme mit Baguette) gegönnt und sind danach weiter nach Biscarrosse.
Stellplatz 2
Parking Plage Viver
40600 Biscarrosse

Pro:
- Ein Stellplatz mitten im Tannenwald und direkt an den Dünen. Dort hat es sich angefühlt wie frei stehen
- 8 € Kosten pro Tag/ pro Van
- Trinkwasser ohne Begrenzung, hier konnte man also seinen Wassertank wieder auffüllen. Alles war in den Kosten inbegriffen
- Toiletten vorhanden
- Abwasser Entsorgung vorhanden
- Hunde am Strand erlaubt
Contra:
- Durch den Tannenwald ist kaum Sonne für die Solar-Panels durchgekommen
- Toiletten nicht sehr sauber
- Kein Stromanschluss
Surfspot Infos: Wir waren an diesem Spot leider nicht surfen. Der Strand war aber super schön und sauber.
Ab Stop 1: 719 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1299 km
Um der Sonne und den warmen Temperaturen zu folgen, sind wir weiter nach Messanges gefahren.
Stellplatz 3
Avenue de la Plage
40660 Messanges
Pro:
- Ein Stellplatz auf dem wenig los war und es sich wieder angefühlt hat wie frei stehen
- Eines unserer Favoriten auf dem Trip
- 8 € Kosten pro Tag/ pro Van
- Wlan
- Trinkwasser ohne Begrenzung. Auch hier war alles war in den Kosten inbegriffen
- Toiletten vorhanden
- Abwasser Entsorgung vorhanden
- Hunde am Strand erlaubt
Contra:
- Etwas längerer Weg zum Strand, aber
- Toiletten nicht sehr sauber
- Kein Stromanschluss
Surfspot Infos: Toller Strand, sauber und auch zum surfen super. Für Anfänger war zu dieser Zeit das Meer etwas wild
Ab Stop 2: 111 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1410 km
In Hossegor waren die Quiksilver Surfweltmeisterschaften somit war unser nächstes Ziel für den Tag der Strand und das Outlet in Hossegor.
Die Surfweltmeisterschaften haben wir bei mega Wetter und 28 Grad am Strand angeguckt. Das war super spannend das mal anzugucken und die Profis in Aktion zusehen. Richtig, richtig cool.
Ein kurzes Mittagessen am Strand und weiter ging die Fahrt zum Outlet. Von dem Outlet waren wir ehrlich gesagt nicht so begeistert.
Es gab zig verschiedene Geschäfte aller Surf- und Skatemarken, eine riesen Auswahl, aber dennoch kaum Outlet-Preise. Wir sind dann einfach nur durch die Geschäfte gebummelt und danach wieder abgedüst Richtung Capbreton, da es in Hossegor keine so tollen Stellplätze gibt.
Stellplatz 4
Les Oceanies
1 Allée des Ortolans
40130 Capbreton
Pro:
- 10 € Kosten pro Tag/ pro Van
- Toiletten vorhanden
- Stromanschluss
- Hunde am Strand erlaubt
Contra:
- Sehr voll
- Stehen auf einem Parkplatz, kein Rasen
- Ziemlich dreckiger Strand
Surfspot Infos: Für Anfänger war auch hier zu dieser Zeit das Meer etwas wild. Aber zum üben natürlich immer gut
Ab Stop 3: 21 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1431 km
Der Stellplatz in Capbreton hat uns nicht so gut gefallen, deswegen ging es wieder zurück nach Messanges.
In Messanges haben wir den Florian (Flo die Buche *hahaha*) kennengelernt und den Tag beim surfen am Strand verbracht.
Stellplatz 5
Avenue de la Plage
40660 Messanges
Pro & Contra siehe Stellplatz 3
Ab Stop 4: 21 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1452 km
Am nächsten Tag haben wir einen Abstecher nach Biarritz gemacht um tagsüber etwas Sightseeing zu machen und uns die süße Stadt anzuschauen. Bei einem kleinen bummel durch die Straßen und einem knurrenden Magen haben wir das kleine Café Frozen Palm (@frozenpalm) mit leckerem Curry und leckeren Smoothies entdeckt und direkt einen kleinen Mittagsstop eingelegt. Nur zu empfehlen.
Dann ging es zurück zum Van… und jetzt kommts… wir haben einfach mal vergessen den Strom auszumachen und somit war unsere Batterie leer. *dödöm*
Ein Glück standen wir leicht erhöht und Rilind hatte die Idee sich rückwärts die kleine Erhöhung runterrollen zu lassen und währenddessen den Motor wieder anspringen zulassen. Gesagt getan… wir sind eingestiegen und haben eine freie Straße abgewartet… dann ging los… ob das klappt wussten wir bis dahin noch nicht… aber nach einem großen geruckel hat es geklappt. Der Motor war wieder an. Ein Glück! Wir waren beide mehr als erleichtert und der Schock war vergessen und wir konnten nur noch lachen. *hahaha*
Der Roadtrip ging weiter… bis nach Saint Jean de Luz… dort hatten wir noch einiges auf dem Zettel.
Am nächsten Tag hatte ich (Jessi) Geburtstag und wir wollten noch einen Van-Kuchen (ohne Backofen möglich) „backen“- Ein Avocado-Limetten Raw-Cake für Vanlifer. Das Rezept + Video findet ihr hier: Limetten-Avocado Raw-Cake.
Dieses Mal sind wir zum ersten Mal auf einen „richtigen“ Campingplatz gefahren.
Stellplatz 6
Camping de Bord de Mer
77 Chemin d’Erromardie
64500 Saint-Jean-de-Luz
Pro:
- 22 € Kosten pro Tag/ pro Van
- Toiletten/ Duschen vorhanden
- Waschmöglichekeiten vorhanden
- Stromanschluss
- WLAN
- Restaurant/ Bar
Contra:
- Ja, was soll man sagen. Im Grund ganz schön. Jedoch ein „richtiger“ Campingplatz und somit auch „richtige“ oft nörgelige/ genervt Camper (die spießige Art von Mensch). Ich denke jeder Vanlifer weiß was wir meinen 😉
- Sehr kleiner Strand
- Keine Hunde erlaubt
Surfspot Infos: Leider sind Felsen im Wasser. Unser Bekannter Flo (den wir in Messanges kennengelernt haben) hatte hier einen Surfunfall und ist dabei zwischen die Felsen geraten und wurde ins Krankenhaus gebracht. Deswegen sind wir hier auch nicht ins Wasser gegangen.
Für Profis ist es höchstwahrscheinlich machbar.
Ab Stop 5: 65 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1517 km
Mit einem kleinen Geburtstagsständchen wurde ich am morgen geweckt. Geduscht und fertig gemacht ging es dann weiter nach Hendaye. Den Tipp haben wir von einem super coolen älteren Pärchen in Capbreton bekommen.
Mit einem kleinen Zwischenstop in Urrugne (981 Route de la Corniche, 64122 Urrugne)an der Klippe und mega Ausblick gab es ein super tolles Geburtstagsfrühstück mit Champagner (Story dazu: Wir sind vorm Frühstück noch einkaufen gewesen und haben u.a. Sekt zum Geburtstag kaufen wollen. Da wir keinen der Sekt-Marken in Frankreich kannten, haben wir durch zu Fall hinter der Kasse eine Flasche entdeckt die „nur“ 12 € gekostet hat. Hinter der Kasse war die aber nicht kalt. Also ab zum Kühlschrank und eine kalte nehmen. Einkauf bezahlt und ab zum Van. Auf dem Weg zum Van ist uns bewusst geworden wie viel wir gerade für ein Baguette, Obst und Sekt ausgegeben haben…. Und tada… beim Blick auf den Kassenzettel haben wir uns einfach mal Champagner für 22 € gegönnt! …läuft bei uns! *hahaha*).
Das Frühstück war aber super toll und unvergesslich. Mit vollem Magen ging die Reise weiter entlang der Küste nach Hendaye unserem Ziel für die nächsten Tage, da dort die Wellen auch für Anfänger super sein sollten.
Und so war es auch. Wir haben direkt an der Promenade geparkt, haben uns kurz umgesehen, umgezogen und sind ab aufs Wasser. Geburtstags-Surf bevor es am Nachmittag den leckeren Kuchen gab.
Hendaye hat uns so gut gefallen, dass wir noch einen Tag länger geblieben sind.
In Hendaye haben wir tagsüber an der Promenade gestanden. Zum schlafen sind wir dann aber auf einen Stellplatz gefahren. Sicher ist sicher. Denn in Frankreich sind die Strafen hoch. 😛
Das wollten wir nicht riskieren.
Stellplatz 7
Camping Areas-Cars
11 Rue Ansoenia
64700 Hendaye
Pro:
- Zu diesem Zeitpunkt war der Platz kostenlos, da die Schranke kaputt war
- Wasser vorhanden
- Abwasserentsorgung möglich
Contra:
- Stellplatz auf einem Parkplatz
- Direkt am Bahnhof und an einer Straße
- Zum übernachten ok, ansonsten keiner unserer Favoriten
Surfspot Infos: Der absolut perfekteste Spot für Anfänger. Super cooler Strand und tolle Wellen. Hier war es dann auch für mich (Jessi) als Anfänger super und ich musst mich nicht abkämpfen.
Ab Stop 6: 17 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1534 km
In Hendaye haben wir wirklich schöne Tage verbracht… ob am Strand, beim Longboard fahren, einfach gemütlich im Van chilln, in der Sonne an der Promenade sitzen oder beim schlemmen im „The Chicken Kitchen“. Hendaye hat uns super gefallen und ist nur zu empfehlen.
Da wir noch ein paar Tage der Sonne Richtung. Süden folgen und nochmal nach Nordspanien wollten, haben wir uns über Park4Night Stellplätze angeguckt und sind dabei auf den Campingplatz in Zarautz gestossen. Erst fanden wir einen Campingplatz nicht so cool… aber die Stellplätze mit Meerblick haben uns überzeugt. In der Hoffnung auch einen Stellplatz mit Meerblick zubekommen, sind wir dort hingefahren.
Beim einchecken und Platz zuweisen war das natürlich auch unsere erste Frage…und siehe da… für die große unseres Vans gab es den besten Stellplatz auf dem ganzen Campingplatz mit direkter und freier Sicht auf das Meer.
Einfach traumhaft! Was wollte man mehr!? Meer, tolles Wetter, Sonne, nicht weit vom Strand entfernt, ein toller Roadtrip, die liebsten Menschen an der Seite. Das haben wir auch in vollen Zügen genoßen. Einfach toll.
Stellplatz 8
Gran Camping Zarautz
Calle Monte Talai Mendi s/n
20800 Zarautz
Pro:
- Wir hatten einen mega Stellplatz oben auf dem Berg
- Direkt an einem Feld mit Blick auf das Meer und die Stadt. Die Sonnenuntergänge waren hier ein Traum. Da ist die ganze Welt stehen geblieben. Einfach toll.
- Sanitäreanlagen vorhanden
- Wasser vorhanden
- Abwasserentsorgung möglich
- Waschmaschinen vorhanden
- Kleiner Supermarkt + Bäcker
- Restaurant
- 28.50 €/ Tag pro Van (Preisleistung hat gestimmt, deswegen steht dieser Punkt unter Pro)
Contra:
- Langer Weg zum Strand (aber trotzdem richtig schön.
Surfspot Infos: Wieder ein toller Strand und super zum surfen.
Für eine kleine Entdeckungstour gab es dort noch eine alte „Ruine“ zu besichtigen mit schöner Aussicht den Klippen entlang auf das Meer (Talaimendi Auz., 3, 20800 Zarautz, Gipuzkoa, Spanien).
Ab Stop 7: 44 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1578 km
In Zarautz haben wir die Tage genoßen und sind auch einen Tag länger geblieben, als geplant.
Nun mussten wir langsam die Heimreise antreten und damit wir nicht alles an einem Stück fahren mussten, haben wir uns entschieden noch drei Zwischenstopps auf dem Rückweg einzubauen.
Der erste Stopp war in Hondarriba. Auch hier haben wir den wirklich besonderen Platz über Park4Night gefunden.
Von dort oben hatte man wieder einen so atemberaubenden Sonnenuntergang (Und ihr müsst wissen, wir sind süchtig nach Sonnenuntergängen und können nicht genug bekommen).
Stellplatz 9
Barrio Gornutz-Montana
20280 Hondarribia
- Pro:
Bester Ausblick für den Sonnenuntergang
Kostenlos
Contra:
- Durch den Wind und die Funkantennen ein sehr lauter Platz und zum übernachten nicht möglich. Zumindest an diesem Tag nicht.
Ab Stop 8: 43 km
Zurückgelegte Kilometer insgesamt: 1621 km
Nachknapp 2,5 Wochen ging es dann auch schon wieder nach Hause. Auf dem Rückweg war unser zweiter Stop nochmal in Messanges. Hier hat es uns einfach so gut gefallen.
Stellplatz 10
Avenue de la Plage
40660 Messanges
Und ruckzuck ist der Urlaub auch vorbei und wir sind wieder in Deutschland.
Um unsere Strecke nochmal ein wenig zu verkürzen, haben wir noch einen Halt an der Saarschleife gemacht. Mittlerweile war es auch durchgehend am Regnen und wir waren dann irgendwann froh wieder zu Hause zu sein.
Wir hoffen unser kleiner „Guide“ und die Infos zu den Stellplätzen helfen euch weiter!?
Gerne hören wir eure Feedbacks dazu.
Viele Vanlife-Grüße
Die Sweetlifecamper
Jessi & Mila

