Vanlife mit Hund
Der liebste Vierbeiner mit auf Reisen
…euer treuer Begleiter darf natürlich bei einem Van-Trip nicht fehlen, ganz klar.
Den auch bei mir war es ein großer Teil der Entscheidung einen eigenen Van auszubauen, dass ich meinen Hund zu allen Abenteuern mitnehmen kann.
Mila ist 2 Jahre alt und ein englischer Staffordshire Bullterrier. Auf Grund der Rasse gibt es hier und dort einige Regeln mehr zu beachten.
Damit es auch für den liebsten Vierbeiner und natürlich für uns Menschen so stressfrei wie möglich wird, habe ich ein paar Tipps zusammen geschrieben, die dabei helfen, an das wichtigste zu denken.
Oft wird man als Hundebesitzer nämlich gefragt, wie es ist mit dem Hund im Van zu reisen, ob es da bestimmte Regeln zu befolgen gibt und und und… Die folgenden Tipps für reibungslosen Vanlife mit Hund helfen dem einen oder anderen oder beseitigen einige Fragezeichen im Kopf.
1 – Reisen muss gelernt sein
…auch für unsere Vierbeiner. Die ersten Reisen, neue Umgebung, ein neuer Schlafplatz, neue Gerüche, all dass ist beim ersten Mal stress für jeden Hund.
Je früher ein Hund mit dem Reisen vertraut gemacht wird, desto besser.
Anfangs sollte man ruhig 1-2 „Test-Übernachtungen“ mit dem Hund im Van machen und kurze Ausflüge zu Orten einbauen, an denen der Hund gerne ist und die er kennt, zum Beispiel zum Lieblingsort zum Spazierengehen, so werden die Fahrten im Van immer mehr als „Toll“ und „Spaßig“ empfunden.
Wenn dein Hund Autofahrten kennt, wird es das Problem der „Reisekrankheit“ (Übelkeit, Erbrechen etc.) nicht geben. Dennoch sollte ein Hund an das neue Umfeld/ Zuhause step by step gewöhnt werden.
2 – Kuschelecke
Wenn ich ganz ehrlich bin, schläft Mila regelmäßig auf meinem Bett, aber es ist dennoch wichtig einen festen Schlafplatz für den Hund herzurichten. So hat der vierbeinige Liebling seinen eigenen Rückzugsort, der Geborgenheit und Sicherheit bietet.
Um den Platz schnell als Kuschelecke zu Kennzeichen nimmt man einfach eine benutzte Decke mit in den Van und schwups fühlt sich der kleine Vierbeiner direkt wohl. Sobald sich der kleine Schatz wohlfühlt, wird Vanlife mit Hund zu einem tollen Erlebnis.
3 – Arztbesuch
Derzeit sollte jeder Hund eine aktuelle Tollwutimpfung und einen gültigen europäischen Heimtierausweis besitzen, bevor es auf reisen geht. Eine aktuelle Wurmkur sollte ebenfalls jeder Hund haben. Wichtig ist zudem noch eine tierärztliche Untersuchung mit Bestätigung vom behandelnden Tierarzt im Heimtierausweis, dass der Hund vollkommen gesund ist.
Bevor es auf Reisen geht solltet ihr die jeweiligen Regelungen für das Land überprüfen, in das die Reise geplant ist. Mila z.B. darf auf Grund der Rasse in Dänemark nicht einreisen.
Solch eine Regelung gibt es auch in Frankreich, allerdings nach Kategorien (Liste 1 und Liste 2) sortiert, so dass Mila einreisen darf. Diese Infos kann man für jedes Land separat im Internet finden.
Die örtlichen Regeln können nochmal anders sein. In einigen Städten muss ein Hund in der Öffentlichkeit und in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nur an der Leine geführt werden, sondern auch einen Maulkorb tragen.
4 – Anschnallen bitte!
Das gilt auch für Hunde. Sobald der Hunde auf einem der vorderen Plätze sitzt, sollte auch hier die Anschnallpflicht gelten. Mila fährt vorne mit, allerdings im Fußraum. Dort hat sie eine Decke liegen und kann entspannen. In einigen Situationen, z.B. bei Fahrten im Schritttempo darf sie dann auch mal auf dem Beifahrersitz platz nehmen. Dann benutze ich einen Sicherheitsgurt für Mila.
Der Sicherheitsgurt wird an ihrem Geschirr befestigt und dann wie ein normaler Sicherhheitsgurt in den Anschnaller eingeklickt. So kann Mila sich relativ frei bewegen, fühlt sich nicht eingeengt, ist gesichert und das beste: Sie kann aus dem Fenster gucken. #happydog
5 – Wo gehöre ich hin!?
Jeder Hund muss ohnehin mit einem Mikrochip versehen sein, um einen europäischen Heimtierausweis zu bekommen und reisen zu können. Jedoch ist es ebenfalls wichtig seinen Hund mit einer Marke zu kennzeichnen. Mila trägt u.a. eine Tasso-Marke, dort ist sie registriert und meine Kontaktdaten sind hinterlegt um mich als Besitzer zu ordnen zu können, sollte Mila verloren gehen. Zusätzlich hat Mila eine Marke mit meiner Handynummer um. So kann mich jeder ohne die Tasso-Registriernummer zu überprüfen anrufen.
Normalerweise trägt Mila nämlich nur ihre Muschelkette und nur beim spazieren gehen ein Halsband bzw. ein Geschirr.
Das sieht auf Reisen jedoch anders aus, dort trägt Mila nur nachts im Van kein Halsband/ Geschirr, damit, falls sie mal auf Erkundungstour geht und nicht zurück findet, jeder Mila zuordnen kann.
6 – Time to eat
Dies ist ein ganz wichtiger Punkt, ganz abgesehen von dem Futter, sollten auch der Fress- und Trinknapf auf das Vanleben angepasst sein. Um dies so platzsparend wie möglich zu gestalten, habe ich immer faltbare Näpfe dabei. Diese sind schnell und einfach zu verstauen und haben die perfekte Größe.
Thema Futter!
Eigentlich der wichtigstes Punkt, zumindest für Mila. Denn sie bekommt immer ein und das selbe Futter, daran ist sie gewöhnt. Jedoch ist es auch schon passiert, dass ich nicht genügend Futter eingepackt hatte. So musste ich ein x-beliebiges Futter aus dem Supermarkt kaufen. Nach langem hin und her hatte ich mich für ein Futter mit dem höchsten Fleischanteil entschieden.
Das Futter hat Mila dann einige Tage bekommen und dann ging es los. Sie hat es nicht vertragen und hat Durchfall bekommen. So schlimm, sie konnte es nicht mal nachts im Schlaf zurückhalten.
Ich habe Mila direkt auf Schonkost umgestellt und abgewartet. Nach zwei Tagen wurde ihr Durchfall immer noch nicht besser und ich fing an mir sorgen zu machen, da sie dadurch viel Wasser verloren hat und das bei der Hitze.
Also sind wir zum Tierarzt, dort wurde bestätigt, dass es am „neuen“ Futter lag.
Der Tierarzt hat mir dann ein Futter, welches dem von Mila sehr ähnlich war und für ihren zu der Zeit sensiblen Magen gut war, verschrieben.
Nach diesem Erlebnis passiert mir das nie wieder und ich habe immer einen kompletten Sack Futter im Van verstaut. 😀
7 – Alles, was sonst noch wichtig ist…
Vanlife mit Hund bedeutet auch für den Vierbeiner eine Packliste zu schreiben, um nichts zu vergessen. Spielzeug, Futter, Decken, Leine usw.
Damit Mila nicht immer frei läuft, habe ich zusätzlich zu ihrer kurzen Leine noch eine Laufleine dabei. Diese kann ich auch am Van befestigen und Mila kann herumlaufen, so muss ich sie nicht die ganze Zeit im Auge behalten und Angst haben, das die kleine Dame stiften geht. 😉
Zecken und andere komische Tierchen…
Falls ihr mit eurem Hund in Gebiete fahrt, wo häufig Zecken etc. vorkommen, solltet ihr euch und euren Vierbeiner auch da absichern und dafür sorgen, dass der Hund ein Zeckenhalsband oder ein Zeckenmittel bekommt.
Mila verträgt keine Zeckenhalsbänder, davon bekommt sie Ausschlag. Deshalb musste ich auf ein Zeckenmittel auf Naturbasis zurückgreifen, welches aber absolut super funktioniert.
Das Kokosspray vereint natürliche Hausmittel bei einem Befall mit Zecken, Flöhen und Milben und riecht zu dem auch noch echt super. 😉
Das waren ein paar Tipps, um auch beim Vanlife ein glücklichen Hund dabei zu haben. Nach einigen Reisen ist man dann auch in Übung und alle Tipps werden nebenbei berücksichtigt und alles ist super easy für Vanlife mit Hund 🙂
Für alle zweibeinigen Vanlife-Liebhaber gibt es hier eine Packliste die eine reibungslose Vorbereitung ermöglichen soll.
Viel Spaß auf Reisen wünschen euch
Mila & Jessi

