Zuhause auf vier Rädern
Die verrückte Idee eines DIY-Campervans
Da steht an erster Stelle „Die Suche“
Schnell wird klar, wie viele verschiedene Varianten es gibt. Ein völliger Informations-Overload prasselt auf einen ein. Fragezeichen und die Frage welches Fahrzeug ist denn nun wirklich das richtige entsteht:
Welcher Campervan passt als Basis perfekt zu mir?
Da ich durch die vorherigen Erfahrungen im Vanlife und Camperausbau schon auf einige verschiedene Campervan Modelle gestoßen bin, standen auch genau diese auf meiner Liste.
Nun habe ich mich nochmal genauer mit den einzelnen Modellen beschäftigt und muss sagen, dass es einfach irre viele Möglichkeiten gibt. Egal ob verschiedene Höhen oder die Länge. Da ist einiges möglich.
Erste Kriterien
Einige grundlegende Punkte habe ich von vornherein festgelegt.
1) Baujahr
Hier war für mich klar, mein Van sollte nicht unbedingt älter als Baujahr 2010 sein.
2) Kilometer
Die gelaufenen Kilometer sind bei einem Van natürlich immer sehr sehr unterschiedlich. Je nachdem für welchen Zweck der Transporter genutzt wurde, schwanken auch die Kilometer. Da viele Vans wirklich viele Kilometer auf dem Buckel haben, habe ich für mich festgelegt auf keinen Fall dürfen es mehr als 150.000km sein. Das war die Grenze
3) Preis
Ein ganz wichtiger Punkt, denn auch hier schwanken die Grenzen nach oben und unten sehr sehr stark. Natürlich hängt dieser Punkt ganz stark von den gefahrenen Kilometern und dem Baujahr ab. Aber auch hier kann es ausnahmen geben und ein schon etwas älterer Van, der aber in einem top Zustand ist kann wiederum teurer sein. Aus diesem Grund habe ich mir gesagt, dass ich mich wirklich erstmal umschaue und ein wenig Erfahrungen sammle, was so auf dem Markt angeboten wird und dann festlege wo meine Grenze ist.
4) Entfernung
Im Internet werden wirklich unzählige Vans angeboten, einige in schlechtem Zustand, andere wiederum überteuert oder wirklich weit entfernt. Damit ich auch mal die Möglichkeit habe relativ spontan zu einer Besichtigung zu fahren, habe ich mir eine Grenze von max. 1,5 – 2 Std. Entfernung gesetzt.
Nach dem ich mir ein paar grundlegende Punkt festgesteckt hatte konnte die Suche beginnen. Doch welches Modell wird es nun?
Fahrzeug-Modelle
Die folgenden Fahrzeug-Modelle standen zum Schluss auf meiner Liste:
VW Crafter
Den VW Crafter habe ich durch meinen damaligen Partner kennengelernt, mit ausgebaut und auch ein paar tolle Reisen mitgemacht. Somit Stand dieses Modell ebenfalls auf meiner Liste.
Da wir damals aber schon festgestellt haben, dass die Wände des Crafters nicht wie bei anderen Modellen gerade nach oben gehen, sondern der Van oben schmaler wird, ist das ein kleiner negativ Punkt, den ich bei meiner Suche im Hinterkopf habe.
Aus den ausgewählten Modellen ist der VW Crafter preislich ganz vorne.
Fiat Ducato / Peugeot Boxer / Citroen Jumper
Je nach Baujahr sind Fiat Ducato, Citroen Jumper und Peugeot Boxer baugleich und unterscheiden sich dann in Details (wie Motorisierungen). Durch seine kantige Form bieten die drei viel Platz im Innenraum. Viele andere Kastenwagen laufen nach oben hin relativ eng zusammen (wie gerade beschrieben – der VW Crafter).
Der VW liegt preislich weiterhin vorne. Der Fiat Ducato ist im Vergleich zum VW Crafter meistens günstiger. Peugeot Boxer und Citroen Jumper befinden sich in etwa in einer selben Preisklasse.
Willkommen in einer neuen Welt
Die Welten von L1H1, L2H2, L3H2, … so viele verschiedene Möglichkeiten. Die Welten von Höhe und Länge haben mich regelrecht erschlagen. Fast alle Hersteller arbeiten mit den Größenangaben L und H. L = Length, Länge. H = Height, Höhe. Diese Angaben sind wichtig, wenn du weißt welche Basis dein Fahrzeug haben soll.
Für mich war wichtig, dass all meine Ideen u.a. eine Dusche mit in den Van passt. Somit war für mich klar, dass mein Basis-Fahrzeug etwas länger und mindestens L2 sein muss. Da sich die Längen je nach Hersteller nochmal unterscheiden, sollte man sich hier die einzelnen Maße zu den Modellen ansehen. L2 bei einem VW Crafter ist nämlich wieder was anderes als L2 bei einem Fiat Ducato.
Ebenfalls bei der Höhe gibt es verschiedene Abstufungen:
- Normaldach (H1)
- Hochdach (H2)
- Super-Hochdach (H3)
Mit dem Normaldach ist die Höhe im Innenraum vom Fahrzeug in etwa vergleichbar mit dem VW Bulli. Da ich den „Steh-Luxus“ aus dem Van von meinem damaligen Partner kennenlernen durfte, war für mich klar, auch dieses mal möchte ich stehen können.
Das Super-Hochdach bietet wirklich nochmal einiges mehr an Platz zum stehen, kam für mich jedoch nicht in Frage, da ich ersten nur 1,68m war und somit eine H2 Höhe ausreicht und zweitens ich oben auf dem Dach Solar Panel auf einem Dachträger mit Schienen aufbauen möchte.
L2H2 = Der Transporter hat eine etwa 3m lange Ladefläche, 1,80m Höhe. Das kann aber wie gesagt variieren.
Die Suche
Somit standen für mich die vier verschiedenen Modelle fest und auch die Maße habe ich eingrenzen können und die Suche kann beginnen.
Für welches Fahrzeug hast du dich als Basis für euren Campervan entschieden? Bist du gerade noch auf der Suche? Oder schon fündig geworden?
Für alle, die sich noch auf der Suche befinden, hoffe ich, dass dieser Beitrag zusammengefasst etwas Klarheit bietet.
Finally – We found one!
Nach etwa ein paar Wochen auf der Suche haben wir Ende November den passenden Van – unseren Van gefunden.
- Einen Fiat Ducato, L3H2, Baujahr 2011
Wir sind happy und der Ausbau kann starten. Auf Instagram halten wir euch regelmäßig auf dem laufenden.
Mein Tipp: Mache dir zu Beginn Gedanken darüber, was dein Van alles enthalten soll, welche Ausstattung benötigst du für deine Reisen, wofür du deinen Van nutzen willst, wie lange und wohin du mit deinem Campervan reisen willst. Das gibt dir schon entscheidende Hinweise auf die richtige Größe für deinen Camper Van.


